Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2026 Forderung steht: 5 Prozent mehr Geld!

Die IG Metall fordert für die Metall- und Elektroindustrie in Berlin-Brandenburg-Sachsen eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent für zwölf Monate. Das haben die Tarifkommissionen Berlin-Brandenburg und Sachsen am 22. September beschlossen.

Fünf Prozent

22. September 2026 22. September 2026


Zudem soll es in der Tarifrunde um die Absicherung der Arbeitsplätze und Standorte, eine tarifliche Gewinnbeteiligung und eine soziale Komponente gehen.  Dies haben heute die Tarifkommissionen für Berlin-Brandenburg und für Sachsen einstimmig beschlossen.    

„Die Beschäftigten erwarten eine spürbare Lohnerhöhung. Das können sich die Betriebe in aller Regel auch leisten. Jeden Tag spüren die Kolleginnen und Kollegen beim Einkaufen, bei der Miete oder beim Tanken, wie rasant die Preise steigen und steigen. Allein dafür ist ein Ausgleich durch eine tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte unverzichtbar“, sagt Jan Otto, Bezirksleiter der IG Metall in Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Die wirtschaftliche Lage taugt nicht als Ausrede für Zurückhaltung. Unsere Befragung in den Betrieben zeigt, dass es bei allen Herausforderungen für einzelne Unternehmen der Mehrheit in der Metall- und Elektroindustrie gut bis sehr gut geht. Gesamtwirtschaftlich sehen wir eine leichte Konjunkturerholung. In dieser Tarifrunde geht es auch darum, die Lasten des Umbruchs fair zu verteilen. Wenn Unternehmen hohe Gewinne einfahren, müssen sie ihre Beschäftigten daran beteiligen.“

Die Forderung im Überblick

  • Erhöhung der Entgelte um Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent, Laufzeit 12 Monate.
  • Die IG Metall will mit den Arbeitgebern über die Absicherung der Arbeitsplätze und Standorte sprechen.
  • In Betrieben mit guter wirtschaftlicher Lage sollen Beschäftigte und Auszubildende eine tarifliche Gewinnbeteiligung erhalten.
  • Eine soziale Komponente soll alle in den unteren Entgeltgruppen entlasten.

Die Empfehlung für diese Tarifforderung haben die Tarifkommissionen für Berlin-Brandenburg und für Sachsen am 22. September beschlossen. In den Tarifkommissionen der IG Metall sind Metallerinnen und Metallern aus den Betrieben vertreten. Auf Basis der Beschlüsse in den regionalen Tarifkommissionen verabschiedet der IG Metall-Vorstand die bundesweite Forderung. Die ersten Verhandlungen für die Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie starten in den einzelnen Tarifgebieten Mitte Oktober.