Pressemitteilung IG Metall Ostsachsen und Accumotive-Belegschaft stellen sich gegen Mercedes-Sparpläne

„Ein Sparkurs auf Kosten der Beschäftigten ist der falsche Weg!" Die IG Metall Ostsachsen und die Beschäftigten der Accumotive in Kamenz verurteilen die angekündigten Sparpläne des Mercedes-Vorstands auf Schärfste.

Accumotive Kamenz

10. Juli 2026 10. Juli 2026


Die IG Metall Ostsachsen und die Beschäftigten der Accumotive in Kamenz erklären ihre volle Unterstützung für die Kolleginnen und Kollegen an den Mercedes-Standorten. „Wir fordern das Mercedes-Management auf, seiner Verantwortung für die Beschäftigten gerecht zu werden und die Zeche für die schwierige wirtschaftliche Lage nicht die Beschäftigten zahlen zu lassen“, sagt Uwe Garbe, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen.

„Die Kolleginnen und Kollegen sind weder für die schwierige Marktsituation in China noch für geopolitische Konflikte und Handelsbeschränkungen oder die daraus resultierende Entwicklung der Energiepreise verantwortlich. Die Konsequenzen daraus spüren sie bereits jeden Tag an den Tankstellen und Supermarktkassen. Sie jetzt auch noch im Unternehmen zu schröpfen, ist der falsche Weg. Dagegen werden wir uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen.“ 

Der Mercedes-Vorstand hatte Ende Juni ein einseitiges Sparprogramm auf Kosten der Beschäftigten an den Mercedes-Standorten verkündet. Konkret plant das Unternehmen eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich. Zudem will der Konzern bestehende tarifliche Möglichkeiten nutzen, um den Transformationsbaustein von 18,4 Prozent eines Monatsverdiensts ins nächste Jahr zu schieben, statt ihn Ende Juli auszuzahlen. Und auch in puncto Homeoffice plant der Konzern Veränderungen, das mobile Arbeiten soll abgeschafft werden, die Beschäftigten künftig nur noch in Präsenz im Büro arbeiten.

Die Accumotive in Kamenz ist eine hundertprozentige Tochter des Mercedes-Konzerns. Die Belegschaft fürchtet, dass die angekündigten Pläne auch auf sie durchschlagen. „Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen in den Mercedes-Benz Werken und kämpfen gemeinsam mit ihnen gegen derartige Pläne“, sagt Stephan Lauckner, Betriebsratsvorsitzender der Accumotive in Kamenz. „Gleichzeitig sagen wir aber auch an dieser Stelle schon ganz deutlich, dass wir es nicht hinnehmen, wenn auch die Mercedes-Töchter in derartige Überlegungen einbezogen werden. Was für den Mutterkonzern nicht zielführend ist, ist auch für die Töchter nicht zielführend.“ 

Die IG Metall Ostsachsen und die Belegschaft der Accumotive in Kamenz fordern das Mercedes-Management auf, seine Hausaufgaben zu machen, die Teams richtig aufzustellen und die Beschäftigten zu motivieren. „Sie sind es schließlich, die tagtäglich mit ihrer guten und hochqualifizierten Arbeit für Wertschöpfung sorgen und mit innovativen Ideen das Unternehmen tragen und nach vorn bringen“, so Uwe Garbe.  

Von: kk