JAV-2-Seminar Freie Rede, Paragrafen und ein stabiles Netzwerk – für eine starke Stimme der Jugend

13 junge Metallerinnen und Metaller, zwei Referentinnen, fünf Tage am Grillensee in der Nähe von Leipzig: Aktive Jugend- und Auszubildendenvertreterinnen und -vertreter aus Sachsen gehen nach der Teilnahme am JAV-2-Seminar motiviert in ihre Betriebe zurück.

javseminar

24. März 2026 24. März 2026


13 junge Metallerinnen und Metaller, zwei Referentinnen, fünf Tage am Grillensee in der Nähe von Leipzig: Aktive Jugend- und Auszubildendenvertreterinnen und -vertreter aus Sachsen gehen nach der Teilnahme am JAV-2-Seminar motiviert in ihre Betriebe zurück und sind nun noch besser vorbereitet auf die Herausforderungen, die sie dort erwarten.

Schon im Herbst stehen turnusgemäß die nächsten Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) auf dem Programm. Für die Teilnehmenden des Seminars am Grillensee bildete das JAV-2-Seminar eine gute Gelegenheit, sich noch besser in ihre Rolle als JAVen einzufinden, denn der Großteil von ihnen, tritt im Herbst noch einmal zur Wahl an. Ihnen ist es wichtig, dass die Stimme der Auszubildenden gehört wird – gerade auch vor dem Hintergrund, dass sich viele Betriebsratsgremien durch die derzeit stattfindenden BR-Wahlen neu aufstellen und finden müssen.

Wie sie Gehör für ihre Anliegen finden, haben die Teilnehmenden beim JAV-2-Seminar gemeinsam erarbeitet. Neben Kommunikationstheorien haben sie auch ganz praktisch gelernt, wie eine Rede aufgebaut sein sollte und Techniken für eine freie Rede mit auf den Weg bekommen. Dazu haben die beiden Referentinnen Anna-Lena Brand und Elisabeth Schube die Teilnehmenden auch fit gemacht für Konfliktgespräche.

Genutzt haben die jungen Metallerinnen und Metaller, unter denen auch vier JAVen von Siemens Energy in Görlitz waren, die gemeinsame Zeit am Grillensee auch, um schon einen Blick auf die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie zu werfen, die im Herbst startet. Dabei haben sie erste Ideen entwickelt, wie sie Aktionen rund um die Tarifrunde in ihren Betrieben gestalten können.

Auch die Ausbildungssituation in Sachsen war Thema des JAV-2-Seminars. Immer mehr klassische Ausbildungsplätze fallen weg, gleichzeitig steigt die Zahl der dual Studierenden und der Werkstudierenden. „Das ist eine fatale Entwicklung, weil der Industrie damit künftig  dringend notwendige Fachkräfte in der Produktion fehlen“, sagt Anna-Lena Brand, die auch Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Ostsachsen ist. „Es ist wichtig, dass die Jugend- und Auszubildendenvertreterinnen das auf dem Schirm haben und versuchen gemeinsam mit dem Betriebsrat Einfluss auf die Personalplanung ihres Betriebs nehmen.“

Der Spaß kam beim fünftägigen Seminar in Naunhof ebenfalls nicht zu kurz. Die Teilnehmenden hatten außerdem jede Menge Gelegenheiten, sich über ihre Betriebsgrenzen hinweg auszutauschen. Und so verließen sie den Grillensee am Ende nicht nur gestärkt in Sachen Kommunikation, ausgestattet mit Paragrafen für ihre Arbeit und viel Inspiration im Gepäck, sondern auch mit einem gut geknüpften Netzwerk zu Kolleginnen und Kollegen in anderen sächsischen Betrieben.

 

Von: kk