Tarif Rote Karte für den Arbeitgeber! Warnstreik der Hedin-Beschäftigten in Senftenberg

Die Hedin-Beschäftigten erhöhen den Druck auf die Geschäftsführung. Nachdem am 9. Oktober bereits die Kolleginnen und Kollegen in Bautzen für Stillstand in der Werkstatt gesorgt hatten, zog die Belegschaft aus Senftenberg am 13. Oktober nach.

Hedin-Warnstreik in Senftenberg

13. Oktober 2026 13. Oktober 2026 kk


Die komplette Werkstatt war zwischen 9 und 11 Uhr verwaist, weil die Beschäftigten für zwei Stunden ihre Arbeit niedergelegt haben, um ihrem Arbeitgeber die rote Karte zu zeigen. Die rote Karte für das Verhalten gegenüber Menschen, die tagtäglich gute Arbeit in den Hedin-Werkstätten und -Autohäusern in der Region Ostsachsen leisten. Noch immer warten sie vergeblich auf ein Zeichen des Entgegenkommens, auf faire Entgelte, die es nur mit Tarifvertrag rechtssicher gibt. Draußen vor der Werkstatt war die Stimmung kämpferisch. „Wir, die Beschäftigten“, so ihre Botschaft, die sie an die Geschäftsführung sandten, „geben nicht auf, ehe wir unser Ziel erreicht haben.“  Ihre Botschaft war laut und weithin sichtbar. „Wir stehen an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen“, sagte Uwe Garbe, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen, „und wir werden die Warnstreiks mit zunehmender Eskalation so lange fortführen, bis die Hedin-Geschäftsführung zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag bereit ist.“

Für die IG Metall ist es nicht hinnehmbar, dass die Beschäftigten bei Hedin in Ostsachsen auch mehr als 36 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung unter schlechteren Bedingungen arbeiten als die Kolleginnen und Kollegen in Westdeutschland. Dort gilt an allen Hedin-Standorten ein Tarifvertrag.

Den fordern auch die rund 240 Kolleginnen und Kollegen in Ostsachsen. Deshalb haben sie sich zu großen Teilen in der IG Metall organisiert.