„Betriebliche Mitbestimmung muss es in jedem Betrieb geben", sagt Robert Hieke. Warum und wie er das erreichen will, verrät er in Folge 24 der Videos zur Betriebsratswahl.
Ob in Bautzen, Görlitz oder Kamenz – wer dieser Tage durch die Gewerbe- und Industriegebiete der Region Ostsachsen fährt, der kommt an den großen IG Metall-Plakaten, die dort hängen, nicht vorbei. Sie werben für die Wahlen von Betriebsratsgremien, für mehr Mitbestimmung, für demokratische Strukturen am Arbeitsplatz. Denn die Plakate hängen genau vor den Betrieben, bei denen es bislang noch keinen Betriebsrat gibt. „Die Plakataktion soll die Kolleginnen und Kollegen ermutigen, neue Wege zu gehen“, sagt Erschließungssekretär Robert Hieke.
Betriebsrat statt Willkür
Ein Betriebsrat führt beispielsweise dazu, dass der Chef nicht willkürlich über die Köpfe der Beschäftigten entscheiden kann. Sind zum Beispiel kurzfristig Überstunden fällig, muss der Betriebsrat mit ins Boot geholt werden kann. Ein Betriebsrat kann außerdem Einfluss nehmen auf die Personalplanung eines Unternehmens – und damit dafür sorgen, dass die Arbeitsbelastung der Kolleginnen und Kollegen nicht zu hoch ist. Viele weitere Beispiele, wie aktive Betriebsratsgremien in der Region Ostsachsen dafür sorgen, dass sich die Arbeitsbedingungen Stück für Stück verbessern, zeigen die kleinen Videos, die die IG Metall Ostsachsen begleitend zur turnusmäßigen Betriebsratswahl seit Anfang Oktober wöchentlich veröffentlicht hat. Aktive Metallerinnen und Metaller berichten über ihre Arbeit, sie erzählen, wie sie über ein Prämiensystem für gute Motivation der Beschäftigten sorgen, wie sie dafür sorgen, dass Mehrarbeit oder Hitze am Arbeitsplatz nicht zu gesundheitlichen Gefahren führen, wie sie über den Einsatz von Kameras im Betrieb wachen, wie sie helfen, den Übergang in die Rente zu gestalten oder warum sie einfach gut für die Stimmung im Betrieb sind.
Nächster Stopp: Tarifvertrag!
Oft sind Betriebsräte aber nur der erste Schritt auf dem Weg zu besseren Arbeitsbedingungen. Viele Belegschaften gehen diesen zuweilen auch steinigen Weg, weil sie sich einen Tarifvertrag als großes Ziel auf ihre Fahnen geschrieben haben. Tarifverträge sorgen nicht nur für transparente und faire Arbeitsbedingungen, sie steigern auch die Attraktivität eines Unternehmens. Denn Fachkräfte, die in vielen Unternehmen oft dringend gesucht werden, wählen ihren Arbeitgeber auch danach aus, ob es einen Tarifvertrag gibt. Um den zu erkämpfen, braucht es aber nicht nur einen gut funktionierenden Betriebsrat, sondern auch eine starke Gewerkschaft an der Seite der Beschäftigten. Nur Gewerkschaften nämlich, dürfen Tarifverträge verhandeln. Deshalb ist es gut, die IG Metall von Anfang an mit ins Boot zu nehmen. Denn Gewerkschaftssekretäre wie Robert Hieke wissen, welche Klippen es bei der Gründung eines Betriebsrats zu umschiffen gilt. Sie stehen Kolleginnen und Kollegen, die zukünftig auf mehr betriebliche Mitbestimmung setzen wollen, mit Rat und Tat zur Seite. Meldet Euch, wenn Ihr neue Wege gehen wollt bei Robert Hieke.
Ihr wollt sehen, wie engagierte Kolleginnen und Kollegen in der Region die Arbeitsbedingungen verbessern? Dann scheut Euch die Videos an und lasst Euch inspirieren.
Belegschaften, die zum ersten Mal einen Betriebsrat wählen, können dies auch außerhalb des regulären Wahlzeitraums (alle vier Jahre vom 1. März bis zum 31. Mai) tun, der durch das Betriebsverfassungsgesetz festgelegt ist.
So verpasst Ihr keine Folge
Die Clips findet Ihr direkt auf dem Youtube-Kanal der IG Metall Ostsachsen, über die Homepage oder über den Whatsapp-Kanal der Geschäftsstelle. Also am besten gleich Youtube- oder Whatsapp-Kanal abonnieren und keine Folge mehr verpassen – und natürlich regelmäßig auf der Homepage vorbeischauen. Dort findet Ihr auch alle aktuellen Entwicklungen und Themen aus der Geschäftsstelle.
Von: kk
Zum Laden dieses Videos müssen Sie die YouTube Cookies aktivieren und stimmen somit der Datenschutzerklärung von YouTube zu.