JAV-Wahlen 2026 Starke Stimme der Jugend in der Region – Infos zur JAV-Wahl

Vom 1. Oktober bis zum 30. November ist es wieder so weit. Auszubildende, (dual) Studierende und junge Beschäftigte in den ostsächsischen Betrieben wählen ihre neue Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV). Warum das wichtig ist.

16. September 2026 16. September 2026 kk



Die JAV ist die starke Stimme der Jugend im Betrieb. Ihre Mitglieder sind – schon allein wegen ihres jungen Alters – ganz nah dran an den Themen und Problemen ihrer jungen Kolleginnen und Kollegen. „Über die JAV habt Ihr zusammen mit Eurem Betriebsrat die Chance, Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen, die Euch betreffen, zum Beispiel auf die Ausbildungsqualität“, sagt Gewerkschaftssekretärin Anna-Lena Brand, die in der IG Metall-Geschäftsstelle Ostsachsen unter anderem für Auszubildende und junge Mitglieder erste Ansprechpartnerin ist.

Eine JAV ist kein „Nice to have“, sondern in Betrieben mit Betriebsrat und mindestens fünf Wahlberechtigten – jugendliche Beschäftigte unter 18 oder Auszubildende – obligatorisch. Das ist im Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) in Paragraf 60, Absatz 1 so geregelt. Voraussetzung ist aber, dass es im Betrieb einen Betriebsrat gibt, denn dieser muss die JAV-Wahl einleiten.

Aktuell gibt es im Bereich der IG Metall-Geschäftsstelle Ostsachsen 12 JAV-Gremien – in unterschiedlichen Größen von der 1er- bis zur 5er-JAV. Wie groß eine JAV ist, hängt von der Anzahl der Auszubildenden und jungen Beschäftigten unter 18 Jahren ab, die es im Betrieb gibt.

Wählen dürfen alle jugendlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter 18 sowie alle zur Berufsausbildungen Beschäftigten. Dazu gehören neben Auszubildenden und (dual) Studierenden zum Beispiel auch Trainees und Volontäre. Kandidieren dürfen für die JAV alle Beschäftigten, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sowie alle Kolleginnen und Kollegen, die sich in ihrer Berufsausbildung befinden.

Anna-Lena Brand ermutigt insbesondere auch die neuen Auszubildenden, die in diesen Tagen in ihren neuen Lebensabschnitt starten, sich an den Wahlen zu beteiligen. „Nehmt Euer Wahlrecht wahr oder kandidiert auch gleich für Euer Mitbestimmungsgremium“, sagt Anna-Lena Brand, „das ist Eure Chance, Euren Betrieb viel besser kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen, Eure eigene Persönlichkeit zu stärken und demokratische Strukturen im Betrieb zu stärken.“

Dass die Zufriedenheit mit der Ausbildung steigt, wenn es im Betrieb eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gibt, hat der jüngste Ausbildungsreport der DGB Jugend gerade einmal mehr demonstriert. Drei von vier Auszubildenden (75,7 Prozent) mit betrieblicher Interessenvertretung sind „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“, so ein Ergebnis des Ausbildungsreports 2026.

Eure IG Metall Ostsachsen unterstützt Euch bei allen Fragen rund um die JAV-Wahl. Sprecht dafür einfach Anna-Lena Brand an, ihre Kontaktdaten findet Ihr unten auf dieser Seite. Auch wenn es in Eurem Betrieb noch keine Jugend- und Auszubildendenvertretung gibt und Ihr dies ändern wollt, ist die IG Metall Ostsachsen für Euch da. Sie unterstützt Euch bei der Gründung mit Rat und Tat.

 Weitere Informationen rund um die JAV-Wahl findet Ihr hier