Tarif Ein Tarifvertrag ist alternativlos! Warnstreik bei Hedin in Weißwasser

Mit einem weiteren Warnstreik haben am 26. September auch die Hedin-Beschäftigten in Weißwasser ein deutliches Zeichen ihrer Entschlossenheit gesetzt. Ihre Botschaft an die Geschäftsführung lautete: Wir machen so lange Druck für einen Tarifvertrag, bis unsere Forderungen Gehör finden.

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27. Oktober 2026 27. Oktober 2026 kk


Zwei Stunden haben die Arbeiten in der Werkstatt in Weißwasser – wie in den Wochen zuvor auch schon an den Standorten von Hedin Automotive in Bautzen, Senftenberg, Kamenz, Görlitz und Hoyerswerda geruht. Zwei Stunden, in denen die Kollegen deutlich gemacht haben, dass sie so lange weiter für ihre Forderungen eintreten, bis sie die Wertschätzung erfahren, die ihnen nur ein Tarifvertrag garantiert. Den aber verweigert die Geschäftsführung den rund 240 Beschäftigen an den ostsächsischen Standorten nach wie vor. Gesprächsbereitschaft dazu? Gleich null! Der Arbeitgeber ist bislang nicht einmal dazu bereit, mit der IG Metall darüber zu sprechen, geschweige denn zu verhandeln. Stattdessen sucht die Geschäftsführung „billige Lösungen“ über ein Einigungsstellenverfahren. Nächster Termin der Einigungsstelle ist am 29. Oktober. Allerdings steht zu befürchten, dass „bislang bestehende Ungerechtigkeiten bei den Entgelten und Entgeltgruppen durch das Einigungsstellenverfahren nicht aus dem Weg geräumt werden, sondern eher zementiert werden sollen“, sagt Uwe Garbe, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. „Auf solche faulen Kompromisse lassen wir uns nicht ein.“

Klar ist: Die Beschäftigten fordern einen Tarifvertrag, denn nur der gibt ihnen in puncto Entgelt Rechtssicherheit. Das haben die Kolleginnen und Kollegen bei allen bislang „nur“ zweistündigen Warnstreiks in den vergangenen Oktoberwochen noch einmal mit aller Klarheit untermauert. „Wir lassen nicht locker und setzen die Warnstreiks fort, wenn es zu keiner Bewegung der Geschäftsführung kommt“, so das unmissverständliche Signal der Kolleginnen und Kollegen von Hedin in Ostsachsen.

Auf einer Betriebsversammlung werden die Beschäftigten am Mittwoch, 28. Oktober, über den aktuellen Stand informiert. Dort beraten sie auch über mögliche weitere Schritte und über ihre Erwartungen an das Einigungsstellenverfahren am 29. Oktober.